Köln-Mülheimer Hafen - Bauvorhaben im Überschwemmungsgebiet

S. Thelen, BI, Mai 2003 - Was nutzt eine Bürgerbeteiligung, wenn wir nicht berücksichtigt werden. Je mehr wir uns engagieren, desto schlechter werden die Entwürfe.
1. Entwurf: auf 45.ooo m² eine geplante Bebauung von 15o Eigentumswohnungen
2. Entwurf: auf 2o.ooo m² eine geplante Bebauung von 140 Eigentumswohnungen.
Für eine Wohnbebauung in Köln-Mülheim gibt es keinen Bedarf. Der Flächennutzungsplan wird  in den nächsten Tagen gegen den Willen der Bürger, von Grünfläche und Gewerbefläche in Wohngebiet umgewandelt, obwohl es in Köln-Mülheim viel zuwenig Grünflächen und fast keine Arbeitsplätze gibt.
Hier wird ein Negativ-Beispiel städtebaulicher Planung mit Gewalt gegen die Bürger durchgesetzt. Das Hochwasserschutzkonzept wird zugunsten von Bodenspekulanten missbraucht. Stadtplaner planen für einen privaten Investor. Politiker vertreten nicht die Interessen der Bürger, sondern die Interessen des privaten Investors. Nach erfolgreichem Abschluss einer Bauplanung, findet man die Verantwortlichen auf lukrativen "Pöstchen" der Initiatoren wieder (Herr Bela Dören ist ab 1. Juli Geschäftsführer der Gesellschaft Modernes Köln, die wiederum die HGK vertritt - Express, KstA vom 27.5.2003), der Aufsichtsratsvorsitzende der HGK ist gleichzeitig Ratsherr der CDU.
Die bevorstehende Abstimmung im Stadtrat ist jetzt schon jedem klar. Die Würfel sind bereits gefallen und wahrscheinlich die "Pöstchen" verteilt.
Die erste Bürgerbeteiligung war eine Werbe-Veranstaltung der HGK(Eigentümer des Grundstücks), mit Unterstützung einer Bürgervertretung (Bez. Vertreter) Architekten und Stadtverwaltung, die uns dieses Projekt "schön-reden" wollten.
Dabei stellte sich heraus, daß kein einziger der anwesenden Bürger diese Bebauung will. Die Zusammenfassung der Eingaben, wurde absichtlich verfälscht. Es erfolgt keine Einbeziehung der Bürger in die Planung, sondern: Desinformation, Diskriminierung, falsche verwässerte Angaben und Verfälschungen. Ich Frage mich, welcher Teufel reitet die Politiker aus SPD,CDU.FDP und Planer, dass sie diesen Plänen zustimmen: Überschwemmungsgebiet in Bauland umzuwandeln.
Wer die Natur mit Füßen tritt, zerstört die Zukunft! Ins "Rheinbett" zu bauen ist Verantwortungslos. Diese Verantwortungslosigkeit zahlen die Bürger und Steuerzahler.
Diese Art der Vorgehensweise der Politiker und Stadtplaner hat uns dazu motiviert, im April 2003 eine Bürgerinitiative zu Gründen.
Kontaktadresse:
Buergerinitiative Mülheim-Süd
Deutz-Mülheimer Str. 318
51063 Köln
Telefon: 0221 / 7000 775
Fax: 0221 / 6110 303
 
Bi.Muelheim.Sued@gmx.de
Weitere Informationen:  www.hafen-bi.de.vu