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Vorläufer der Bürgervereinigung Köln-Mülheim 1951 e.V.
sind das "Montagskränzchen" und der "Mülheimer Verschönerungsverein".
Als Köln-Mülheim um 1850 noch eine eigenständige Stadt war und "Mülheim
am Rhein" hieß, trafen sich die Honoratioren des Ortes regelmäßig im
Haus des Industriellen Christoph Andreae in einem "Montagskränzchen"
und entschieden weitgehend die Stadt- und Verkehrsplanung und über notwendige
soziale Maßnahmen und Einrichtungen.
Mit zunehmender Industrialisierung und neuen Stadtverwaltungsstrukturen
widmeten sich die "Montagskränzler" vornehmlich der "Verschönerung
des Ortsbildes" und veranlaßten u.a., den Bau von Brunnen- und
Zieranlagen. Zudem förderten sie das Vereinsleben, gesellschaftliche
Veranstaltungen, soziale Einrichtungen und nannten sich um 1883 "Mülheimer
Verschönerungsverein".
Dem Verschönerungsverein gehörten neben ortsansässigen Geschäftsleuten und
Einzelpersonen auch viele Mülheimer Vereine an, die sich oftmals in der
damaligen Mülheimer Stadthalle an der Frankfurter Straße trafen und hier
ihre Veranstaltungen ausrichteten.
Im Jahr 1914 wurde Mülheim am Rhein nach Köln eingemeindet, und im gleichen
Jahr begann der
1. Weltkrieg, mit den unerfreulichen Folgen auch für Köln-Mülheim.
In den Nachkriegs- und Inflationsjahren kümmerten sich die Mitglieder des
Verschönerungsvereins u.a. um die Notleidenden, die Arbeitslosen und um
bessere Wohnverhältnisse in Köln-Mülheim.
Der 2. Weltkrieg mit seinen schrecklichen Folgen hatte auch die
Vereinsstrukturen weitgehend zerstört. Im Jahr 1949 formierten sich die
ehemaligen Mitglieder des Verschönerungsvereins zur Entschuttung der zerstörten
Stadthalle an der Frankfurter Straße und setzten sich für den Neubau einer
"neuen Stadthalle" ein. Die Teilnehmer bei der Entschuttungsaktion
beschlossen spontan einen "Mülheimer-Jugend-Bürgerverein" zu gründen.
Gemeinsam mit den damaligen Stadtverordneten wurde der dringend benötigte
Wohnraum für die Ausgebombten geschaffen und die Infrastruktur in und für Mülheim
verbessert.
Aus den Reihen des "Mülheimer-Jugend-Bürgerverein" des Jahres 1949
entwickelte sich in jener Zeit rasch ein vielfältiges Vereinsleben. Der
Tradition des Montagskränzchen und des Verschönerungsvereins folgend wurde
unter der Federführung von Heinz Löhr die "Bürgervereinigung Köln-Mülheim"
gegründet und 1951 im amtlichen Vereinsregister eingetragen.
Unter dem 1.Vorsitzenden Heinz Löhr und seinem Nachfolger Dr. Hans Wolters
(1976 bis 1993) wurde die Fortentwicklung Mülheims, der Bau der neuen Mülheimer
Stadthalle, das Mahnmal
im Stadtgarten und vieles mehr begleitet bzw. realisiert.
Von Dezember 1993 bis Januar 2003 war Bernhard Kempkes der 1.Vorsitzende der Bürgervereinigung.
In dieser Zeit ist die Mitgliederzahl erheblich gewachsen.
Nachfolger wurde am 7.1.2003 Helmut Zoch.
Die Mitglieder repräsentieren den gesellschaftlichen
Querschnitt der Köln-Mülheimer Gesellschaft. Die bekanntesten Vereine,
Organisationen, Geschäftsleute, Unternehmen und Einzelpersonen sind Mitglied
in der Bürgervereinigung. Neben z.Z. etwa 400 Nominalmitgliedern sind durch
die angeschlossenen Vereine ca.16.000 kooptierte Mitglieder der Bürgervereinigung
angeschlossen.
Die Bürgervereinigung Köln-Mülheim 1951 e.V. hat seit November 1996 eine
moderne neue Vereinssatzung; sie ist parteipolitisch neutral, überkonfessionell,
selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche,
sondern ausschliesslich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke.
Die satzungsgemässen Aufgaben werden durch gezielte Einzelmaßnahmen,
Aktionen und Veranstaltungen verwirklicht.
Die Bürgervereinigung Köln-Mülheim 1951 e.V. unterstützt und fördert
insbesondere:
a) die Eigenart und Weiterentwicklung von Köln-Mülheim,
b) die berechtigten Interessen der hier lebenden Menschen,
c) die Mülheimer Tradition, das Brauchtum, die Geschichte,
d) die Landschaftspflege und den Umweltschutz,
e) die Jugendpflege und den Sport,
f) die Altenhilfe und hilfsbedürftige Personen.
Bei jährlich etwa 20 Veranstaltungen, zu denen auch Nichtmitglieder
willkommen sind, spiegeln sich die Vereinsziele wieder; z.B.:
An jedem 1. Dienstag im Monat beim "Bürgerstammtisch" ab 19 Uhr in
der Stadthalle Köln-Mülheim - Schänke.
Neben interessanten Vorträgen, mit oftmals externen Referenten, werden die
Teilnehmer u.a. über allgemeininteressierende Mülheimer Entwicklungen
informiert und können ihre Probleme vortragen.
So wurden in den letzten Jahren beispielsweise folgende Maßnahmen veranlaßt
bzw.durchgeführt:
- Mitwirkung bei der Stadtplanung, Stadtgestaltung und Verkehrsplanung,
- Sanierung der Bürgersteige in der Frankfurter Straße nach dem U-Bahnbau,
- Verbesserungsvorschläge bei der Neugestaltung des Wiener Platz und den
Verkehrsführungen,
- Errichtung des Schiffahrtbrunnen-Denkmals zwischen altem und neuen Rathaus,
- Bürgerantrag zur Bekämpfung der Taubenplage,
- Bürgerantrag zur Einrichtung eines Trauzimmers im neuen Bezirksrathaus,
- Bereitstellung der würdigen Möblierung im Trauzimmer,
- Heimführung des historischen Ratsstuhles der ehemals eigenständigen Stadt
Mülheim am Rhein,
- Errichtung
der "Nepomuk-Statue" vor der Klemenskirche am Rheinufer,
- Bürgerantrag zur Wiederöffnung der Biegerstraße,
- Einrichtung einer Obdachlosenhilfe,
- Durchführung mehrerer Kunstausstellungen mit Mülheimer Künstlern,
- Vielzählige Geschichtsveröffentlichungen, Geschichtsausstellungen und
Geschichtsvorträge,
- Maßnahmen zur Reinhaltung des Ortsbildes und gegen das Graffitiunwesen,
- Beschaffung von Arbeitplätzen für Arbeitslose,
- Unterstützung bei der Erhaltung von Gewerbebetrieben und Geschäften,
- Finanzielle Unterstützung von Sozialeinrichtungen und in der
Seniorenbetreung,
- Fördermaßnahmen für Jugendsport; z.B.: Radsport: Großer Preis von Köln-Mülheim
- Durchführung von Seniorenweihnachtsfeiern,
- Organisation und Moderation der Vereine-Vorstellbühne beim Straßenfest
"MülheimLife",
- Mitwirkung beim "Mülheimer Bürgerball",
- Bernhard Kempkes wurde 1997 erster Preisträger des "goldenen Müllemer
Böötchen",
- Mitwirkung im Sanierungsbeirat
- Veranlassung der neuen Verkehrs- und Ortshinweisbeschilderung in Köln-Mülheim,
- diverse Vereinsgründungen; u.v.a.m.
Wer sich für die Bürgervereinigung Köln-Mülheim 1951 e.V. interessiert und
sich für Mülheim engagieren möchte, sollte sich an den 1. Vorsitzenden
wenden:
Helmut Zoch (Partyservice)
51065 Köln (Mülheim)
Wiener Platz 2a (Bezirksrathaus)
Tel: 0221/610795
Fax: 0221/618727
Der Jahres-Mitgliedsbeitrag beträgt für Einzelpersonen EUR 8,00
Geschäfte, Unternehmen, Organisationen etc. zahlen jährlich EUR 13,00
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